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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Spirtualität: Hast du schon mal von WALDBADEN gehört?!

Ich muss gestehen, dass ich den Begriff "Waldbaden" schon einige Male gehört habe. Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr um diese Zeit ein Youtube Video darüber gesehen habe und so gar nicht verstehen konnte was das jetzt soll. Toll, wieder so ein Trend, der InfluencerInnen besonders nachhaltig, entspannt und spirituell dastehen lässt. Und ganz ehrlich - damit war das Thema für mich schon abgehakt, weil sich mir die Nackenhaare bei solchen Aktionen aufstellen. Ich halte diesen neuen Lifestyle sowas von fragwürdig, weil wir doch alle wissen, dass meist eine Produktplatzierung und irgendeine Art von Marketingstrategie hinter solchen Videos steht. Und da nehme ich mich oftmals gar nicht mal selbst raus, aus diesem Strudel, denn es ist ja schön wenn man für seine Arbeit entlohnt wird und doch merke ich, dass die Tendenz immer wieder hin geht zu ganz unauthentischen Postings. Und irgendwie finde ich das schade, weil solche Themen weitaus mehr sein können - heilend zum Beispiel!



Stresshormone sind mein persönlicher Feind! Ich muss immer aufpassen, dass ich genügend Balance finde, ruhig an den Alltag heran gehe und genügend Zeit einplane, denn Stress haut mich um, jedes Mal! Ich muss also gestehen: Alles was ich lese oder sehe, das mir innere Balance und Stressabbau verspricht, teste ich gerne aus. Nun bin ich einfach, weil ich in einem Dorf direkt am Waldrand aufgewachsen bin, schon immer ein Naturkind gewesen. Und ich fühle mich überall wohl, wo ich schnell "mal eben" im Wald sein kann. Großstadt auf Dauer ist es also nicht...



Der Wald hat eine unheimlich beruhigende Wirkung auf jeden, der mal rein geht und einfach still ist. Ich wette die meisten von euch waren noch nie alleine im Wald. Einfach mit sich selbst, seinen Gedanken und den dichten Blättern, allein. Kann ich verstehen, momentan macht mir dieser Gedanken auch ein wenig Angst! Und genau aus dem Grund habe ich es getan. Einfach alleine in den Wald - ohne Hund, ohne Freund oder Freundin. "Was soll ich jetzt da?", fragt ihr euch sicher. Und das Interessante ist, dass ich mir die Frage nie gestellt habe, weil ich eigentlich nie ein Problem damit hatte alleine mit mir selbst zu sein. Ich habe mich alleine nie gelangweilt, sondern das als Chance gesehen, niemandem etwas recht machen zu müssen. Ich bin gern allein. Warum? Lest ihr hier nach!


 

Als Kind bin ich oft mit unserem Familienhund im Wald gewesen. Ich hab im Sommer meine Hausaufgaben am liebsten im Feld unterhalb des Dorfes gemacht, in Ruhe, ganz allein. Ich war irgendwie immer in der Natur. Am Elfenbach, wenn ich Inspiration suchte. Und vielleicht war ich damit allein, weil das mit Sicherheit nicht in die Kategorie "cool" fiel, Einzelgänger zu sein. Und irgendwie hat es mich doch dazu gezogen das so zu machen, auch, oder eben grade, weil es nicht jeder gemacht hat!

In der Natur fühlte ich mich frei. Unbewertet. Und, es gab immer Überraschungen! Vom Hasen am Waldrand, den ich nicht erwartet hatte, einer wunderschönen Blumenwiese, die ich vorher noch nie wahrgenommen hatte oder den bunten Blättern im Herbst - Natur bedeutet ständigen Wandel! Und ich liebe es, weil mir doch so schnell langweilig wird und ich dann Neues brauche. Neue Anregung, neue Ideen und visuelle Inspiration. Im Wald finde ich das alles, irgendwie. 

 

Wissenschaftlich muss ja immer alles belegt sein - Der Mensch möchte Tatsachen, damit er an etwas glauben kann. Das ust ja genau das Problem mit dem Glauben, dass er darauf beruht Dinge einfach hinzunehmen, ohne sie belegen zu können, weil man daraus für sich selbst einen tiefen Nutzen ziehen kann. So ist das auch mit meiner Spiritualiät. Für mich macht die Sinn, weil sie mir Halt und Ruhe gibt. Tatsächlich gibt es aber auch Forschungen zum Phänomen und somit einige Pluspunkte für unsere Gesundheit, die das Baden im Wald bescheren soll. Die sehen folgendermaßen aus...


Weil ich aber ganz einfach kein Mensch bin, der alles auf Fakten stützt, - ich bin so weit davon entfernt davon Realist zu sein, wie es eben geht! - schaue ich mir am liebsten alles intuitiv an. Soll heißen: Wenn es sich so anfühlt als könnte das etwas für mich sein, als könnte ich auf irgendeine Art und Weise etwas für mich davon mitnehmen, dann mache ich es einfach. So verrückt es klingen mag. 




Und ich hab mir so überlegt, wie können wir jetzt richtig "im Wald baden" ohne, dass wir uns irgendwie nicht mehr unterhalten können und jeder so für sich läuft. Denn, wenn ich ganz achtsam auf alles um mich herum achten soll, dann muss ich mich ja fast konzentrieren... 


Ich war dann auf Pinterest unterwegs (hier geht´s zu meinem Profil!) und habe da überall diese wunderschönen Mandalas aus Naturmaterialien gefunden, die ich einfach hübsch finde! Und das ist doch irgendwie die perfekte Lösung, denn Mandalas werden ja gerne als Achtsamkeitsübungen, als Entspannungstechniken benutzt. So lege ich gerne meine Kristalle als Mandala aus und zünde eine Kerze an, wenn ich mich nach einem klaren Kopf sehne. Aber das ist ein anderes Thema, über das ich gerne mal schreibe, wenn es euch interessiert. Aber wenn´s um den "klaren Kopf" geht, dann ist die Natur ehrlich gesagt immer noch der beste Partner!

Waldbaden also, in dem wir aktiv etwas tun. Nämlich nicht nur spazieren gehen, sondern achten! Auf Blätter, Nüsse, Zweige, alles, was man hübsch findet. Jetzt im Herbst ist das mit buntem Laub natürlich super einfach - wir liefen also durch den Wald und haben augehoben was wir gefunden haben. Natürlich kann man das auch allein machen, das werde ich defintiv auch mal versuchen, denn ich glaube, dass das nochmal einen ganz anderen Wert hat...

 


Stell dir Fragen oder dem anderen: Schau in den Himmel - regnet es? Wie fühlt sich das Wetter an? Fühlst du dich wohl? Und was macht das hier in der Natur mit dir? Willst du schnell wieder heim, unter die warme Decke oder kann das vielleicht sogar ganz schön sein hier mal das Wetter draußen zu genießen? 

Was fällt dir auf? Welche Bäume stehen hier? Findest du die Umgebung schön? Vielleicht sogar inspirierend. Und träume einfach vor dich hin. 

Schau dir die Umgebung an - ist der Boden matschig? Was liegt da auf den Wegen und zwischen den Bäumen? Was ist das für ein Pilz? Riechst du das Moos und den Tau auf den Blättern? Tannenduft, der an die kommende Zeit erinnert? Und welches Tier könnte dieses Rascheln auslösen? Das kann alles super intensiv sein, wenn man es mal ganz bewusst macht - probier es mal aus!




Fortsetzung folgt! Und ihr verratet mir doch mal, ob ihr auch mal "waldbaden" wart? Und wenn ja, ob es euch was gibt oder nicht...

 

 

 



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Kommentare

Lina hat gesagt…

So spannend! Ich muss so ein Mandala auch mal legen, das sieht wirklich toll aus!

Jana hat gesagt…

extrem spannendes Thema, und ich finde man sollte wirklich wieder mehr in die Natur gehen, die man zuhause hat statt immer zu reisen. Viele Menschen kenne ihre Heimat nicht mal - so ein slow Living Prinzip finde ich toll. Danke für die Tipps und die tollen Bilder! Ich lege am Wochenende auch mal so ein Kunstwerk;)

LG Jana

Shadownlight hat gesagt…

Wälder und das Meer für mich, es gibt einfach nichts Schöneres!
Liebe Wochenendgrüße!

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