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Dienstag, 15. Januar 2019

Entdeckerin: 4 Tage Amsterdam - oder: Mit 24 nochmal mit den Eltern verreisen...


*Falls ihr auf dem Smartphone lest, dann dreht den Bildschirm quer. Meine Posts sind darauf ausgelegt, den breiten Screen zu bedienen. So erkennt ihr alle Details und Fotos besser! Viel Spaß!

 ** Dieser Beitrag enhält Werbung für Marken, unbeauftragt. Ein Service von mir, für euch, zur Inspiration... 

 

 

Ihr Lieben, ich schulde euch schon seit geraumer Zeit einen Reisebeitrag. Ich habe unzählige Male angefangen, aber es nie zu Ende gebracht. Ich war irgendwie gefangen in dieser Reise -die kurz nach meiner Trennung stattfand und mich irgendwie aus der Bahn geworfen und doch irgendwie gerettet hat. 

Zeilen, die ich im Juni letzten Jahres tippte, als ich mich mit meinen Eltern auf den Weg nach Amsterdam machte: "Ich war im besten Fall so zu werden wie meine Mama - biologisches Alter, 56. Horizonte? No Risk, No fun. Kontra K an und abgezappelt! Midlife Crisis, nur mit 24.

Aber vielleicht auch einfach mal die Phase, die ich immer glaubte übersprungen zu haben. Lebensgefühle. Freiheit das zu tun was ich will. Ohne mich selbst ständig zu bewerten. Einfach mal chillen. Vom einen zum anderen Ort. Bauchfrei, mit Adiletten und Tennissocken an der Raststätte. Gepflegt ein Red Bull in der Hand. Eine gehörige Portion "Fuck it" und ich bin so viel gelassener. Warum das vorher nicht ging? Ich weiß es nicht. Was hat man mit diesem Mädchen gemacht..."




Ziemlich im Eimer war ich, würde ich sagen. Nach den schweren Wochen davor, meinem Umzug zurück zu meinen Eltern - "nur für den Übergang" , habe ich immer gesagt und wusste, dass das nicht stimmt. Wohnung allein? Hätte ich mir nie leisten können... -, war ich einfach angeknackst, gar nicht mehr Ich selbst. Auf der Flucht,vor allem, vor mir selbst. 

Ich konnte das alles nicht mehr sehen. Machte mir vor, dass ich happy bin, ok. War ich aber nicht. Gar nicht. Nicht mal unbedingt, weil ich mich getrennt hatte, sondern wegen allem danach. 



Kurz vor meinem 24., im Juni, haben meine Eltern mich gepackt, aus dem Zimmer gezerrt, das Wohnmobil beladen und auf ging es nach Amsterdam! Wie dankbar ich bin für diesen Trip, denn nach anfänglicher Depression und kurzen Momenten vorm Heulkrampf, waren es besondere 4 Tage, so wie ich sie nicht mehr hatte seit ich ein Kind war. 

Amsterdam ist besonders und macht genau das mit dir wofür es bekannt ist: Es bringt dich runter, relaxt, inspiriert. Auch ganz ohne Drogen! 

 

Nach 8 Jahren nochmal mit den Eltern verreisen, das war eine Überwindung wenn ich ehrlich bin. Ziemlich sogar, denn im Wohnmobil eingepfercht, im Schlafsack schlafen, da kann man sich schwer aus dem Weg gehen. Und ich hatte Schiss, dass mich das stresst. Stress konnte ich nicht gebrauchen, so gar nicht...



Aber, wie gesagt, Amsterdam macht da was mit einem. Es ist spannend, anders, aber entspannt. Man fühlt sich wohl, fühlt sich inspiriert, fühlt sich unterhalten. Man entdeckt so viel, überall. Oder entspannt sich in einem der tausenden Cafés und Coffeeshops. Die Kanäle sind super besonders, ein kleines Venedig, aber moderner, urbaner, trotz der vielen ursprünglichen Bauten. Ich liebe Amsterdams Architektur! Brücken, Fahrräder und Blumen an jeder Ecke. Im Juni ist das schön, wirklich zauberhaft. 

Man wird nicht erschlagen, sondern schlendert. Ganz gemütlich bewegt man sich durch die Gassen. Und nimmt auf, saugt die Atmosphäre auf, nimmt diese Haltung ein, dieses Entdeckertum. 



Angesteuert haben wir den Campingplatz "Zeeburg", wo meine Eltern bereits im November gewesen waren. Von Köln fährt man ca. 3 Stunden, in 4 waren wir also am Ziel. CAMPING? Für mich bis dato Neuland, aber ich fands ehrlich gesagt ziemlich gut. Wir kamen Freitag an, da waren die Kiffer noch voll am Start - der Campingplatz hat einen kleinen Hippieruf, was wir von einem Fernsehteam des Fokus TV von RTL erfuhren, die uns interviewten, vielleicht hat den Beitrag jemand gesehen?!-, jedoch wurde es zum Wochenende hin ruhiger. 

Der Platz ist einige Kilometer vor Amsterdam gelegen, ein Stellplatz kostete für die 3 Nächte ca 20€ und ich kann mich über nichts beschweren! Hygiene auf den Sanitäranlagen war gut, das Restaurant hatte tolle gesunde Optionen und Frühstück gab es morgens auch, sowie einen kleinen Supermarkt. Alles für junge flexible Menschen gemacht. Laut war es nicht und wir waren direkt auf einer kleinen Insel gelegen - Wasser überall! Ich liebs!



Was haben wir also gemacht in Amsterdam? So ganz ohne Kifferlaune? 

 

Uns mal entspannt würde ich sagen. Ausgeschlafen, am Camper gefrühstückt. Enten gefüttert und dann auf zur Tramstation - ca 10 Fußminuten über die Brücke, dann ca 10 Minuten Fahrt nach Amsterdam Centraal. -, und rein in die Stadt! Am ersten Tag haben wir einfach nur entdeckt, das Anne Frank Haus wurde leider renoviert und war geschlossen (ich muss also zurück!). Wir saßen in Cafés und haben das Treiben beobachtet. An Tag zwei war Shopping angesagt, das geht hier nämlich ziemlich gut! Weil es so warm und sonnig war, haben wir eine Grachtenfahrt gemacht, ein Muss in Amsterdam, denn man sieht alles von den Kanälen aus am besten. 

Der letzte Tag ging ins Museumsviertel. Wir wollten in die Van Gogh Ausstellung, für die man allerdings Tickets online vorbestellen muss. Hatten wir nicht, also kamen wir nicht rein.  

Eigentlich haben wir dann bloß auf dem Rasen gesessen, Eis gefuttert, Waffeln mit Erdbeeren und sind noch ein wenig umher gelaufen - langweilig wirds ja nicht in Amsterdam! Schön wars und ich war entspannt. Einfach so oder vielleicht durch die "grasige" Amsterdamer Luft - egal, hat geholfen! Ich komm wieder, wenn ich mal wieder überspannt bin...




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