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Donnerstag, 4. April 2019

Sensibelchen: Gefunden, was ich nie suchte...

Das Leben ist eine einzige Suche. Nach dem Platz in der Gesellschaft, nach der Rangfolge in der Familie, nach wahren Freunden, nach dem einen Partner für immer, nach dem Sinn des Lebens. Oder nicht? Was, wenn wir das einfach mal sein lassen würden. Aufhören zu suchen wie ein Hund, der das Leckerli wittert, und uns mal fokussieren würden auf DAS was WIR wollen - wirklich wollen. 

Das ist so etwas was ich mir in den letzten 11 Wochen, die das Jahr 2019 nun alt ist, mal zu Herzen genommen habe. Ich lebe in dem Luxus mir das leisten zu können, habe solches Glück und Privileg mir wirklich genau zu überlegen was ich will und brauche - und ich weiß, dass das nicht jedem, nicht mal den meisten gegönnt ist. #thankful! Ja, es ist immer leicht von Selbstliebe, von Zufriedenheit und Glück zu reden, wenn man es vergleichsweise so einfach hat im Leben. Das weiß ich. 

Dennoch, jeder hat seinen Struggle. Jeder seine eigenen Probleme, über die man nicht spricht oder nur selten.  Und dann, die Ansprüche und die Erwartungen, die man an uns hat. 

 

In meinem Fall, große Angst. Vor allem. Vor jedem. Jahrelang. Aber, eigentlich auch nur, weil ich mich selbst am wenigsten von allen verstanden und vor allem akzeptiert habe. Und wenn du selbst so wenig von dir hälst, wie sollst du anderen deinen Wert zeigen?! 

 

Das klingt jetzt alles wieder sehr dramatisch - soll es aber gar nicht. Ich möchte eigentlich einfach aufhören mit dem Rechtfertigen und das alles so stehen lassen. Jetzt, hier, 2019 sieht die Sache ganz anders aus. Und das ist gut so. Ich habe gefunden. Endlich gefunden, was ich nie gesucht habe, aber genau was ich gebraucht habe. Denn, wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann, dass die besten Dinge ohne Planung, ohne Vorwissen und ganz spontan passieren! Also, höre ich einfach auf zu suchen. Lebe einfach. Atme. Liebe. Bin. Und bestimmte Dinge, Menschen und Chancen finden mich.


Was mich vor allem gesund bleiben lässt und was ich wirklich erstmal lernen musste: Dinge nicht so sehr an mich ran lassen! Danke 2018 für die Lektion! Denn, Probleme, Gedanken, schmerzhafte Worte der anderen haben selten wirklich mit Dir zu tun. Meistens spiegeln sie nur die Gefühle der anderen wieder. Und wenn ich das einfach in dem Moment nicht immer an mich heran lasse, mir nicht an allem die Schuld gebe und mich vor allem nicht ständig für Dinge entschuldige, die andere mir auflegen, dann ruhe ich in mir. Weiß genau wann es Zeit ist wirklich auszuflippen und wann ich einfach Abstand nehmen muss - so egoistisch oder hart das für andere wirken muss. 

 

Wirklich gefunden habe ich nichts. Ich habe gelernt. Und mein größtes Glück hat mich dann selbst gefunden. Ich habe nie gesucht und es war vielleicht gar nicht mal der richtige Zeitpunkt (war es nicht?! Gibt es den überhaupt...?), aber mir ist niemals etwas besseres passiert! Man braucht nicht immer einen Plan, einen Weg, ein Ziel. Manchmal passieren Dinge einfach. Durchkreuzen deine Ideen und dann, sind sie so wie sie sind. Und machen dich glücklicher als jeder Plan!

Momentan schlafe ich mit einem Lächeln im Gesicht ein, jeden Abend. Wache morgens früh und voll motiviert auf. Weil ich einfach mal auf mich selbst gehört habe und die Zweifel der anderen außer Acht gelassen habe. Weil ich mutig war. Weil ich Erfolg damit habe. Weil ich nicht ständig besser als andere sein muss, mich nicht mehr vergleiche, sondern versuche meinen eigenen Ansprüchen - und sonst keinen - gerecht zu werden. Auch mal auf die Nase falle. Aber lerne. Mir meine Zeit nehme. Nur für mich entscheide. Und, weil ich Unterstützung und Wertschätzung bekomme. Und Liebe. So viel Liebe. 

Ich habe so viel gelernt. So viel erkannt. Aber, ich habe dich. Und Du, du machst komplett. Gefunden, was ich nie suchte. Bekommen, mehr als ich je erhofft hatte. 



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1 Kommentar

ANNIE - Online Magazine hat gesagt…

Wow, ein unglaublich großartiger Beitrag. Gut geschrieben und wenn ich das so lese, dann bewundere ich Dich dafür und merke gleichzeitig, dass ich genau das wohl noch erst richtig lernen muss. Denn das was du so toll beschreibst, möchte ich gern auch für mich haben, aber aktuell hapert es noch arg damit. Aber wer weiß, vielleicht komme ich ja auch bald an diesen Punkt, an dem ich nicht mehr alles an mich ran lasse, mir nicht mehr alles so genau zu Herzen nehmen. Ich wünsche es mir auf jeden Fall.

Liebe Grüße und ein wundervolles Wochenende...
Annie

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