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Samstag, 22. Dezember 2018

Personal: Wie geht das bloß mit dem Slow-Down zur Weihnachtszeit?

Der Dezember. Meine liebste Zeit im Jahr, Adventszeit. Aber gleichzeitig auch die Zeit, die mir am stressigsten ist. Jetzt werden Nachtschichten eingelegt, Tage enden selten vor 01:30 Uhr nachts. Weil alle auf diese drei Tage warten, die doch eigentlich besinnlich sein sollten, ruhig und voller Zauber. Pustekuchen, zumindest einige Tage vorher. Dann kickt der Stress so richtig rein, ich weiß nicht wo oben und unten ist und die Menschheit an sich scheint ein kleines bisschen verwirrt. 

Ich weiß nicht, das ist so ein Ding das mich sauer macht! Ich liebe die Weihnachtszeit so sehr und jedes Jahr macht mir dieser Stress das alles irgendwie madig. 

Dieses Jahr struggle ich irgendwie noch mehr als sonst - liegt an Gegebenheiten und so vielem das zu klären ist wenn man annähernd erwachsen ist und sein eigenes Leben führt. Hach, ich vermisse diese Unbeschwertheit und fühle mich fast wie der Grinch, weil mir Weihnachten dieses Jahr so gar nicht recht kommt. 

Was kann ich also tun gegen diesen Grinch-Ebenezer-Scrooge-Modus? 

 

 

Irgendwie habe ich es geschafft mir noch mehr Stress zu machen, auf den letzten Metern des Jahres nochmal richtig krank zu werden und den Ärzte Marathon von September fortzusetzen. Dann hatten wir kürzlich noch einen ziemlich schlimmen Vorfall in der Familie und ein paar Tage fühlte es sich so an, als wäre das Weihnachtsfest einfach kaputt. Unwichtig irgendwie. Und genau das hat mich noch viel trauriger gemacht. Passt aber zu diesem turbulenten Jahr und ich denke das zeigt mir nur wieder wie wichtig Gesundheit ist und wie unwichtig viele Nebensachen über die wir uns so oft unnötig aufregen. Das hab ich dieses Jahr vor allem von meinem Freund gelernt, der mir immer die richtigen Worte zur richtigen Zeit gibt. 

Irgendwie also, ganz ungewollt musste ich jetzt runterfahren, weil mein Körper und Geist ganz deutlich "Stopp" gerufen haben. Das Jahr war aufregend, in vielen verschiedenen Arten und ich muss sagen, ich freue mich über ein paar Tage Ruhe. Slow-Down. Bei mir unfreiwillig, und mit einer ganz anderen Art von Stress - Ärztebesuche, Sorgen und Ungeduld und diese Angst zu versagen, wieder krankgeschrieben zu sein und es nicht allen recht machen zu können. Aber wahrscheinlich ist es genau das was ich lernen soll: Den Mittelfinger öfter hoch zu halten, wenn auch nur im Geheimen, nur an mich zu denken und Pause zu machen wenn es eben nicht mehr geht. Da muss im neuen Jahr einiges überdacht werden...


Ein paar Tage Ruhe sind jetzt genau das Richtige. Geliebte Menschen, gutes Essen, kleine Nettigkeiten. 

 

Heute stand ich im strömenden Regen vor dem kleinen Bankschalter, so ein Teil, in das nur eine Person passt, mit dem man auch nur mit der EC-Karte rein kommt. Ich kam vom Arzt, mir tat alles weh und irgendwie war ich einfach müde und traurig, dass alles ist wie es gerade ist. Das Weihnachtfest ist fast da und ich fühle mich wie überfahren. Das war all die Jahre meine große Angst - meine liebste Zeit im Jahr nicht voll genießen zu können. 

Innen hob ein alter Mann sein Geld ab und ich hatte kurz das Bedürfnis zu denken, dass mir das viel zu lange dauert und, dass ich bloß nach Hause will. Weil ich mal wieder ein neues Antibiotikum in der Apotheke kaufen musste, hatte ich aber keine Wahl als zu warten. Die anschließende Begegnung mit diesem älteren Herren war dann aber so herzlich und nett, dass ich irgendwie alles Sorgen vergessen habe. Manchmal braucht man ein nettes Gespräch mit einem Fremden, um wieder klar denken zu können. Ein frohes Fest wünschen, einer älteren Person helfen und ein Lächeln aufs faltige Gesicht zaubern - unbezahlbar! Und irgendwie bin ich seitdem positiv gestimmt - es wird alles wieder gut. Ich lasse mich nicht stressen. Ich habe alles was ich brauche, der Rest muss mir einfach mal egal sein!


 

Slow - Down zur Weihnachtszeit? Beginnt bei euch selbst! Lächelt öfter, wisst zu schätzen was ihr habt, schüttelt den Stress ab. Plant kleine Pausen ein. Macht nicht mehr als ihr schafft. Niemand dankt euch wenn ihr euch kaputt macht. Nehmt den Druck raus. Geschenke sind kleine Gesten, die von Herzen kommen. Eine liebevoll geschriebene Karte bedeutet mehr als eine teure Jacke! 

Macht euch weniger Gedanken udn gleichzeitig mehr - über die wichtigen Dinge!





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