
Yoga, Nachhaltigkeit und Recycling - Alles Themen, die mich selbst unheimlich interessieren, gut tun, gut sind und oder eben einfach wichtig sind! Bei Instagram stieß ich vor einigen Wochen auf zwei junge Frauen, die sich bestens mit diesen Themen auskennen, in Schweden studieren und dort ein Konzept entwickelt haben, das mich begeistert und überzeugt hat! Worum es da geht und ein kleines Interview mit den beiden, nach dem Sprung...

WERBUNG - Im folgenden werbe ich für das Projekt von hej hej mats, teile mit euch jedoch nur meine eigene (unbezahlte) Meinung dazu.
Wie ihr wisst, habe ich im Sommer mit dem Yoga begonnen, mich so ein wenig heran getastet und mich vor allem viel durch das Thema gelesen. Bei der Recherche wurde mir immer wieder das Instagram Profil von Anna und Sophie angezeigt und ich war neugierig was es mit hej hej mats auf sich hat. Denn es handelte sich hier nicht um die typischen Yoga Mädels, die ihre Übungen zelebrieren, dabei perfekt aussehen und mich irgendwie demotivieren, weil ich das alles noch nicht so hinbekomme und auch nicht halb so ästethisch aussehe. Sondern um zwei sympathisch wirkendes Ladies, die in Schweden studieren (und alleine das war für mich als Schwedin by heart ja doch ein absolutes Argument!) und sich mit Nachhaltigkeit und Recycling beschäftigen.
Die beiden haben vor Yoga Matten zu produzieren, die aus recycelten Materialien bestehen, so also den Müll auf der Welt ein wenig verkleinern und in sinnvolles Gut umwandeln. Das ganze heißt im Fachjargon "Closed-Loop" und beschreibt das Recyclingverfahren, einen geschlossenen Kreislauf, der der Umwelt zu Gute kommt und auf Nachhaltigkeit baut! Denn die Yoga Matten aus recyceltem Material können nach dem Gebrauch genauso wieder recycelt und dann wiederverwendet werden. Genial, oder?!

So ein Projekt lässt sich natürlich nicht einfach mal so umsetzen, braucht jede Menge Recherche und Planung und natürlich Unterstützung! Finanziell ist es für zwei Studentinnen ein ganz schöner Berg, der bei so einem Projekt auf einen zurollt. Seit gestern gibt es eine Crowdfunding Kampagne, bei der ihr für die Entstehung des Projekts spenden könnt. Daher war ich gleich Feuer und Flamme und wollte die beiden kennen lernen, denn ich finde solche Menschen bewundernswert, die ihre Ideen in greifbare Projekte umwandeln und damit auch noch Gutes tun! Denn wir haben alle nur diese eine Erde, die Umwelt in der wir leben und die müssen wir unbedingt schützen.
In einem kleinen Interview mit den beiden habe ich einiges über Anna und Sophie selbst, ihr interessantes Leben und ihr tolles Projekt lernen können. Außerdem erfahrt ihr ein wenig über Yoga und wie die beiden das ganze für sich nutzen! Viel Spaß...
Hallo Mädels, stellt euch doch erstmal vor - wer seid ihr überhaupt?
"Wir
sind Anna (25) und Sophie (24). Anna kommt aus Essen und hat dann in
Hamburg ihren Bachelor absolviert und Sophie kommt aus dem Allgäu
und studierte dann in Nürnberg. Wir haben uns während unseres
Auslandssemesters in Alcalá de Henares, in der Nähe von Madrid
kennengelernt. Da wir uns beide extrem für das Thema Nachhaltigkeit
interessieren, haben wir uns dann für einen Master in
Nachhaltigkeitsmanagement in Schweden beworben. Wir dachten nicht,
dass wir beide einen Platz bekommen. Hat dann aber doch geklappt und
wir sind zusammen nach Malmö gezogen."
Ihr studiert also derzeit in Schweden - was genau zieht euch dort hin? Warum ist Schweden zum Studieren so interessant?
" Wir
waren von August 2016 an für ein Jahr in Schweden. Für uns sind die
Skandinavischen Länder super interessant. Vor allem in dem Bereich
Nachhaltigkeit sind diese große Vorreiter und haben beispielsweise
auch ein viel größeres Studienangebot. Während wir dann in
Schweden lebten, konnten wir dies auch alles live miterleben. Im
Alltag wird der Müll konsequent getrennt, To-Go Becher und
Plastikflaschen sind ein No-Go und vegane Lebensmittel gibt es in
jedem Supermarkt und Café. Der Lifestyle hat uns dort richtig gut
gefallen und auch die Stadt Malmö ist innovativ und kreativ.
Co-Working Spaces sind in der ganzen Stadt verteilt, dort kann man
einfach hingehen und arbeiten. Durch die Entrepreneurial Szene wurde
auch hejhej-mats extrem unterstützt und so ist Schweden und vor
allem Malmö für uns der perfekte Ort zum leben und zum arbeiten."
Das klingt unheimlich toll! Wie kam es dann konkret zu der Idee eines Start-Ups? Und warum sind es ausgerechnet Yoga Matten geworden?
"Die
Idee für hejhej-mats kam uns während eines Museumsbesuchs in
Schweden. In einer Kunstausstellung prangerte die türkische
Künstlerin Pinar Yoldas Yogis an, denn viele davon meinen einen
nachhaltigen Lebensstil zu führen und üben trotzdem Yoga auf
schädlichen Plastikmatten aus. Wir beide fühlten uns ertappt und
hinter fragten auch unsere Yogamatte. Nachdem wir keine Yogamatte auf
dem Markt gefunden haben, die unsere Nachhaltigkeit Standards
erfüllen konnte, haben wir kurzerhand beschlossen es selbst in die
Hand zu nehmen. Seit diesem Zeitpunkt ist unser Ziel eine vollständig
nachhaltige und closed-loop Yogamatte zu entwickeln."
Wow, also geht es euch auch um Yoga an sich - was bedeutet Yoga für euch? Habt ihr Tipps Yoga besser in den Alltag integrieren zu können?
"Yoga
ist ein Teil von uns und fest im Alltag verankert. Vor allem im
Schwedischen Winter und bei schlechtem Wetter und Dunkelheit, haben
wir super viel Yoga ausgeübt. Wir glauben, dass Yoga wirklich jedem
gut tut und es jeder wenigstens einmal ausprobieren sollte. Wir
machen Yoga meistens am Abend, wenn man nach einem anstrengenden Tag
auf seine Yogamatte geht, kann man den Alltag vergessen und sich voll
auf sich fokussieren. Also nehmt euch zum Beispiel einfach vor
zweimal in der Woche Yoga zu machen und geht dort auch wirklich hin.
Auch wenn man kurz vorher vielleicht doch denkt keine Zeit oder Lust
zu haben, man bereut keine Yogastunde. Zumindest bei uns war das noch
nie der Fall :)"
Warum ist Nachhaltigkeit für euch so wichtig?
"Uns
liegt das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen und wir möchten dazu
beitragen. Vor allem das Müllproblem auf unserem Planeten finden wir
richtig beängstigend. Es gibt bereits super viel Kunststoffmüll und
mit der steigenden Weltbevölkerung und der Nachfrage nach Produkten
und Konsum, wird dieser Müll auch weiter ansteigen und die Natur und
Gesellschaft belasten. Wir möchten keine neuen Materialien für
unsere Produktion nutzen, weil wir denken, dass es bereits super
viele Ressourcen gibt, die man noch nutzen könnte. Daher haben wir
uns entschlossen, Schnittrest der Schaumproduktion für hejhej-mats
zu nutzen. Damit können wir pro Matte ca. 1,5 kg Müll einsparen."
Unheimlich interessantes Thema! Und so wichtig! Welche Ziele habt ihr dabei für euer Start-Up? Was wollt ihr unbedingt verwirklichen?
"Unser
erstes Ziel ist eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne. Diese wird
Anfang Oktober starten und hier brauchen wir natürlich so viele
Supporter wie möglich. Diese finanziellen Mittel werden wir zum
einen für die Finalisierung unseres Prototyps und zum anderen für
die Produktion der ersten Charge nutzen. Langfristig möchten wir
natürlich so viele Yogamatten wie möglich verkaufen, um somit so
viel wie möglich zur Müllreduktion beizutragen. Eine nachhaltige
und kreisförmige Zukunft ist unser Anreiz für persönliches Handeln
und für Entscheidungen bei hejhej-mats."
Ihr führt ja zusätzlich auch selbst einen Blog - Welche Themen sprecht ihr dort an?
"Genau,
wir haben einen Blog und schreiben dort über nachhaltige Themen wie
die Circular Economy und natürlich auch über Yoga. So möchten wir
auch Leute ansprechen, die bisher vielleicht noch nicht so viel
Kontakt mit nachhaltigen Themen hatten und ihnen diese näher
bringen. Hier könnt ihr euch das ganze gerne einmal anschauen. Wir freuen uns auch
immer sehr über eure Nachrichten und Meinungen dazu."
Prima! Und zum Schluss - welche Message wollt ihr meinen Lesern gerne noch mit geben?
"Wir
würden uns super freuen, wenn wir durch deinen Blog Artikel noch ein
paar mehr Unterstützer gefunden haben. Vor allem würden wir uns
freuen, wenn der ein oder andere uns bei der Crowdfunding Kampagne
unterstützt. Schon unseren Link oder Seite zu teilen würde uns
super weiterhelfen. Zuletzt wollen wir euch mitteilen, dass
Nachhaltigkeit super wichtig, interessant und cool ist. Also gebt dem
ganzen eine Chance, jeder kann einen Beitrag leisten :)"
hier könnt ihr übrigens für das Start-Up spenden, damit das tolle Projekt zu Stande kommen kann! Falls euch das ganze überzeugt hat, freuen sich Sophie und Anna sicher wenn ihr euch informiert und die beiden unterstützt!

*Infos, Text- und Bildmaterial von hejhej-mats.com
2 Kommentare
Das ist wirklich unheimlich interessant und so inspirierend! Danke für deinen Beitrag. :)
Liebst,
Any | Echo Of Magic
Super schöner Beitrag! ♥
Liebst, Melina
www.melinaalt.de
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