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Montag, 4. April 2016

Vickys Guest Entry: The True Cost


Ganz ehrlich: Welche Frau träumt heute nicht von einem großen Kleiderschrank voll mit Klamotten? Wer von euch wünscht sich nicht immer im Trend zu sein? Jede Woche neue Schuhe zu tragen und täglich neue Kleidung zu präsentieren – auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Uni, wo auch immer. Kleidung betrifft uns alle! Sie gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen und hat sich zu einer extremen Modewelt entwickelt. Gleichzeitig ist sie ein Ausdruck unserer Persönlichkeit – wir kommunizieren über Kleidung teilweise unsere Identität. Eine sehr persönliche Kommunikation in jeder Hinsicht. Aber was steckt eigentlich wirklich dahinter? Denken wir darüber nach, was sich im Hintergrund der schillernden Modewelt verbirgt und was können wir verändern? Das waren Fragen, die ich mir in den Kopf kamen, als ich zahlreiche Youtube Videos von berühmten Fashion Bloggern gesehen habe, als ich die neusten Modetrends auf Instagram gesucht habe und ich mich näher mit dem Thema der Bekleidungsherstellung im Rahmen meines Studiums beschäftigen durfte. 


Die Preise sind stark gefallen, mittlerweile erhält man in jeglichen Bekleidungsläden T-Shirts, welche nichtmals mehr als eine Tasse Kaffee kosten. Brandneue Trends rund um die Uhr. Das Konzept der heutigen „Fast Fashion“. Die Kehrseite: mangelhaft implementierte Sozialstandards, niedrige Löhne, Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit, starke Umweltverschmutzungen und noch vieles mehr prägen Teile der globalen Bekleidungsindustrie. Ich könnte das noch weiter ausführen, aber vielleicht solltet ihr euch selbst ein Bild davon machen. 

Wenn sich Unternehmen in der Modebranche heutzutage nur noch auf Profitgenerierung konzentrieren, kann man beobachten, wie die Menschenrechte, Umwelt und Arbeitsrechte verloren gehen und das alles nur, weil wir T-Shirts für 5€ kaufen wollen und nach zweimal tragen wieder wegschmeißen, weil es nicht mehr im Trend ist und es ja sowie so egal ist, da es billig war. Den billigen Preis dafür zahlen aber die Arbeiter an den Produktionsstätten. 

Und irgendwann fragt man sich: „Wo hört das auf?“ 

Dann platze der Film „The True Cost“ in mein Leben. Ja, wir wissen wahrscheinlich durch zahlreiche Medienberichte, was sich im groben in der Textilbranche in Bangladesch beispielsweise abspielt. Und ja, wir schauen doch alle weg. Der Film „The True Cost“ geht, so wie ich finde, über all das was ich wusste hinaus. Der Regisseur Andrew Morgan erzählt die Geschichte des wahren Preises, den wir alle für die billige Mode bezahlen. Während des Films wurde auch mir bewusst, dass ich oftmals nie wirklich darüber nachgedacht hatte. Das hat mich selbst erschrocken. Es zeigt sich, wie wir alle Leidtragende sind, selbst wenn sich dieses Leid als Leidenschaft tarnt. Es geht dabei auch nicht nur um die Vorstellung der Profitgier der großen Konzerne, sondern auch um die weltweiten Umweltschäden einer überhitzen Wirtschaft. Nicht zuletzt schafft der Film es, uns für die Schicksale anderer Menschen zu interessieren - von denen wir nur gefühlt längst wissen. 

Der Film hat mich selbst emotional gepackt, weil ich irgendwie daran glaube, dass wir etwas ändern können. Er hat mir wirklich gezeigt, wie Materialismus unsere Welt bestimmt und was uns wichtig ist. Dabei geht es eigentlich um ganz andere Dinge: den Menschen, die Umwelt und LIEBE. 

Wir sind alle ein Teil des Problems, können aber auch der Teil der Lösung sein! 


„My god, we can do better than this!“ – Richard Wolff 

“I don’t want anyone wearing anything which is produced by our blood.” – Arbeiterin einer Produktionsstätte in Bangladesch 

“It is in our hand to create a better world for all who live in it.” – Nelson Mandela 







Quellen: Dokumentarfilm “The True Cost – der Preis der Mode”: Drehbuch: Andrew Morgan; Produzent: Michael Ross; USA 2015 Das Erste: The True Cost – Der wahre Preis unserer Kleidung, 2015



*Text: Vicky Lauer


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1 Kommentar

fashionbyk hat gesagt…

Toller, sehr berührender Post ! Leider vergisst man wirklich oft was und vorallem wer hinter der Produktion unserer Kleidungsstücke steckt. Aber durch deinen Post ist wirklich schon ein super Schritt getan, denn man sollte sich und auch andere immer daran erinnern, dass viele Menschen für unsere Kleidung leiden.
Ganz liebe Grüße, Karina :-)
http://fashionbyke.blogspot.de/

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